Rezension 5.


Klappentext:


Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Was ist passiert? War es ein tragischer Unfall, wie die Polizei vermutet? Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer, sofort werden die unterschiedlichsten Vermutungen über Alice und ihren Tod angestellt. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Er macht sich daran herauszufinden, was in der Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice. Er schreibt sogar ein Buch über den Fall. Aber warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Und was haben ihr Exfreund Luke und ihr Freund Ben mit der Sache zu tun? Wer war Alice wirklich?


Meine Meinung :



In früheren Zeiten haben die Menschen bei ihrem Tod meistens nur drei Dokumente hinterlassen: Geburtsurkunde, Trauschein, Sterbeurkunde.
In Zeiten des Internets hinterlässt jeder Tote eine Vielzahl von Fotos, Verweisen, Kommentaren, Blogeinträgen etc.
Und so macht sich Professor auf die Suche nach Informationen über seine ehemalige Studentin Alice, die mit 25 Jahren unter ungeklärten Umständen gestorben ist. Und wenn man sich durch die ganzen unterschiedlichen Quellen wie Tagebücher, Zeugenaussagen bei der Polizei, Facebookkommentaren, Zeitungsartikeln usw. durchgearbeitet hat, weiß man, wer Alice Salmon war- und auch wie sie gestorben ist.
Mir hat diese spezielle Art, einen. Roman zu schreiben ganz gut gefallen. Es ist spannend, mitzuerleben wie nach und nach ein Mosaikstein zum nächsten kommt und das Bild von Alice und den Menschen, die mit ihr in Beziehung stehen, immer klarer wird.
Auch wenn man relativ schnell ahnt , worauf es hinausläuft.

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Klappentext:


Eine junge Frau wird in die Station für Koma-Patienten des St. Catherine Hospital eingeliefert, nachdem man sie bewusstlos in einem Straßengraben gefunden hat. Ein tragischer Unfall mit Fahrerflucht? Im Bett neben Cassie liegt Frank, der am Locked-in-Syndrom leidet: Er nimmt alles wahr, kann sich aber nicht mitteilen. Die Menschen um ihn herum verhalten sich so, als wäre Frank gar nicht da. Und so ist er es, der als einziger die Puzzleteile von Cassies Vergangenheit zusammensetzt und erkennt, dass sie noch immer in tödlicher Gefahr schwebt. Denn jemand aus ihrer nächsten Nähe würde alles tun, damit das Schweigen gewahrt bleibt, niemals ans Licht kommt, was wirklich geschehen ist.

Meine Meinung :


Die Autorin wagt sich hier an ein schwieriges Thema, nämlich das Koma. Ich finde es toll, wie sie die Dinge beschrieben hat und was alles passieren kann, trotz dass man im Koma ist. Aber mal von Anfang an..- Cassie ist die Hauptperson im Buch und irgendwie auch nicht. In ihrer Sicht erfahren wir ihr Leben vor ihrem Unfall und das hat mir gefallen, da man dadurch eine Bindung zu Cassie aufbauen konnte. Sie ist eine total liebenswerte Person, die es nicht einfach hat.

- Frank ist der stumme Held der Geschichte, er versucht sich mitzuteilen denn er ist nicht tot sondern nur nicht richtig wach. Er driftet immer wieder in seine Komawelt ab und ich mochte diese Momente sehr, wenn wir mit ihm abgetaucht sind. Ich mochte ihn sehr und bin froh soviel über ihn erfahren zu haben.
Im Buch finden wir noch eine weitere Sicht, nämlich die der Krankenschwester Alice. Sie zeigt uns die Welt der wachen Personen und dadurch ist alles abgedeckt.Das Buch konnte mich durchaus fesseln , ich wollte wissen wie es weitergeht.Wird Frank aufwachen? Was ist mit Cassie? Bekommt Alice ihr Leben in den Griff? Der  Schreibstil war angenehm und spannend, allerdings fand ich den Höhepunkt der Geschichte ein wenig zu plump und nicht gut verpackt.



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Klappentext:


Agatha, Ende dreißig, Aushilfskraft in einem Supermarkt und aus ärmlichen Verhältnissen, weiß genau, wie ihr perfektes Leben aussieht. Es ist das einer anderen: das der attraktiven Meghan, deren Ehemann ein erfolgreicher Fernsehmoderator ist und die sich im Londoner Stadthaus um ihre zwei Kinder kümmert. Meghan, die jeden Tag grußlos an Agatha vorbeiläuft. Und die nichts spürt von ihren begehrlichen Blicken. Dabei verbindet die beiden Frauen mehr, als sie ahnen. Denn sie beide haben dunkle Geheimnisse, in beider Leben lauern Neid und Gewalt. Und als Agatha nicht mehr nur zuschauen will, gerät alles völlig außer Kontrolle ..


Meine Meinung :



Dieses Buch ist einfach klasse. Es hat alles,was ein guter,solider Thriller braucht.Die Protagonisten sind einem auf Anhieb sympatisch,dies variiert im Verlauf der Story allerdings schon ein bisschen.Teilweise empfand ich richtige Wut auf Agatha,bei allem Verständnis für ihre persönliche Lage.Ihre Lebensgeschichte strotzt nur so von Tragik,wobei man bis zum Schluss nur erahnen kann,woran das nun wirklich liegt. Tun sich Abgründe auf,man möchte sie eigentlich bedauern,doch durch ihre Art und Durchtriebenheit macht sie es einem von Anfang an sehr schwer.Ich finde das Buch sehr gut aufgebaut,es ist konstant spannend. Ich war schnell damit durch,denn es ließ mir keine Ruhe,was als Nächstes wohl geschehen würde.Der Umgang mit Presse/Reportern,die Ermittlungsansätze der Polizei,wenn sie keine Erfolge für sich verbuchen kann fand ich sensationell aufgeführt. Genauso wie die Anknüpfung an wahre Fälle.


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Klappentext:



Die 12-jährige Anna-Fee hat mit ihren Eltern vor Kurzem eine schicke Wohnung in einem alten Herrenhaus bezogen. Im verwunschenen Garten des Anwesens begegnet sie nach einer Sturmnacht einem rätselhaften Mädchen. Fayra wurde von einem durchtriebenen Jäger aus einer Parallelwelt hierher gelockt, denn als Tochter eines von Phönixdrachen abstammenden Königs besitzt sie begehrte magische Kräfte. In einem Wettlauf gegen die Zeit suchen die Mädchen nach einem Feuertor, das Fayra wieder nach Hause und in Sicherheit bringt ..


Meine Meinung :


Wer mich kennt der weiß  das ich ein riesen Fan von Nina Blazon bin, natürlich stand deshalb sofort für mich fest das ich auch ihr neustes Werk lesen werde.
Voller Vorfreude begann ich mit dem lesen und schon nach wenigen Seite war ich völlig im Bann der Story.
"Fayra" ist eigentlich ein Kinderbuch doch ich muss sagen das selbst ältere Leser hier begeistert sein werden.  Nina schafft es immer wieder mich in ihre wundervolle Welt zu entführen. Die Vermischung vor Fantasie und Realität ist  ihr auch hier wieder  super gelungen.
Dieses Buch beinhaltet so viel, eine Freundschaft zwischen zwei Mädchen die unterschiedlicher kaum sein könnten und die hier erschaffene Welt die mich nicht los ließ ,jedes noch so kleine Detail habe ich quasi Inhaliert. Die Handlung ist magisch, fesselnd und sehr spannend. Zu keiner Zeit wurde mir langweilig, der Spannungsbogen bleibt im kompletten Buch besten. Der Autorin gelingt es sogar diesen immer wieder zu toppen, geschickte Wendungen sorgten dafür das ich dieses Buch kaum aus der Hand legen konnte
Auch mit ihren neusten Werk schaffte Sie es mal wieder mich zu begeistern & zeigte das sie es einfach drauf hat.



Mit "Fayra - Das Herz der Phönixtochter" ist ein tolles Buch für jung und alt!


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Klappentext:


Zehn Jahre ist es her, dass Nic ihre Heimatstadt von einem Tag auf den anderen verließ. Doch die Erinnerungen an die Nacht, in der ihre beste Freundin Corinne spurlos verschwand, haben sie nie losgelassen. Hatte jemand aus ihrem Freundeskreis etwas damit zu tun? Eines Tages erhält sie eine geheimnisvolle Nachricht: „Dieses Mädchen. Ich habe es gesehen.“ Nic weiß, dass nur eine damit gemeint sein kann – Corinne. Sie fährt zurück in das von dunklen Wäldern umgebene Städtchen, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Doch schon am selben Abend verschwindet erneut ein Mädchen – das Mädchen, das ihnen allen damals ein Alibi geliefert hatte ..

Meine Meinung :



Vor 10 Jahren hat die damals 18-jährige Nicolette Farrell, genannt Nic, von einem auf den anderen Tag ihren Heimatort verlassen. Kurz zuvor ist ihre beste Freundin Corinne spurlos verschwunden, auch Nic und ihre Freunde wurden verdächtigt, es konnte jedoch kein Verbrechen nachgewiesen werden. Corinnes Verbleib ist weiterhin ungeklärt, beschäftigt aber Nic und die Bewohner ihres Heimatorts bis in die Gegenwart.
Als Nic nach Hause zurückkehrt, um ihrem Bruder bei Renovierung und Verkauf des Hauses ihres dementen Vaters zu helfen, verschwindet erneut ein junges Mädchen, alte Wunden werden aufgerissen, Misstrauen und Verdächtigungen flammen erneut auf, insbesondre da die Vermisste damals der Clique ein entscheidendes Alibi gegeben hat.
Megan Miranda greift in ihrem Buch zu einer ungewöhnlichen Erzählweise. Nach den einleitenden Kapiteln folgt ein Sprung zu dramatischen Entwicklungen 15 Tage nach Nics Ankunft in ihrem Heimatort. Nach einem Cliff-Hanger wird die Geschichte dann tageweise rückwärts erzählt, was erst einmal interessant und raffiniert klingt, sich beim Lesen jedoch als verwirrend entpuppt. Ich hatte beim Lesen immer wieder Probleme, nicht den Faden zu verlieren und die Ereignisse gedanklich in eine chronologische Reihenfolge und logische Zusammenhänge zu bekommen. Dadurch, dass man erst über die Auswirkungen liest und später über die dazu gehörenden Ereignisse, muss man sich gedanklich immer wieder auf das vorher gelesene zurückbesinnen, das aber ja eigentlich in der Zukunft liegt bezogen auf den aktuellen Lesepunkt. Beim Lesen ist das leider genauso verwirrend wie mein Erklärungsversuch. Ich war versucht, das Buch in chronologischer Reihenfolge zu lesen, dann wären aber schnell alle Geheimnisse geklärt und die Spannung ganz dahin.
Ansonsten ist die Geschichte in sich schlüssig. Spannung wird in erster Linie dadurch erzeugt, dass vieles zunächst ungesagt bleibt und der Leser die Hintergründe für die Handlungen und Nics an Paranoia erinnernde Reaktionen erst spät erfährt. Mich konnte das Buch nicht wirklich überzeugen, der Fall selbst ist wenig spektakulär, seine Besonderheit zieht das Buch aus der Erzähl weise, mit der ich mich einfach nicht anfreunden konnte.




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Klappentext:


Seit 10 Jahren flieht Josie schon vor ihrer Vergangenheit. Und das aus gutem Grund. In New York ist es ihr endlich gelungen, gemeinsam mit ihrem Freund Caleb Fuß zu fassen und eine Existenz zu gründen. Doch dann taucht eine neugierige Journalistin auf. Sie will um jeden Preis die Geschichte um Josies ermordeten Vater wiederaufrollen. Mit ihrem Podcast bringt sie nicht nur Josies Erinnerungen ans Tageslicht, sondern bedroht auch gleichzeitig ihre heile Welt..

Meine Meinung:



Die Zwillinge Lanie und Josie haben sich schon vor Jahren entfremdet. Grund war die Ermordung ihres Vaters durch den Nachbars Jungen. Ihre Mutter, vorher schon labil, verlor durch diese schreckliche Tat vollends den Halt, verließ ihre Töchter und schloss sich einem Kult an. Lanie verarbeitete diese Erlebnisse nicht besonders gut. Sie wurde zu einem rebellischen Teenager, der sich auf Drogen und Alkohol einließ. Josie wollte lieber die Artige sein, aber nach einem Vertrauensbruch von Lanie reiste sie Jahrelang um die Welt. Bis sie Caleb kennen lernte. Mit ihm führt sie eine stabile Beziehung in New York. Leider hat sie ihm nie die Wahrheit über ihre Familie erzählt.

Eines Tages erfährt Josie von einem Podcast, der den Mordfall ihres Vaters behandelt. Eine junge Journalistin denkt, dass der Nachbars Junge vielleicht nicht der Täter war. Es gab viele Ungereimtheiten damals beim Prozess. Josie entwickelt eine Paranoia und denkt, jeder sieht ihr sofort an, das dieser Podcast, über den alle reden, von ihrer Familie handelt. Dann erfährt sie vom Selbstmord ihrer Mutter. Daraufhin macht sie sich zum ersten Mal seit 10 Jahren auf in ihre Heimatstadt.

Die Story ist durchaus interessant. Einer Familie passierte eine Tragödie. Während der eine Zwilling irgendwie damit versuchte, klar zu kommen, driftete der andere völlig ab. Etwas Persönliches entfremdet die Zwillinge. Josie findet ihr Glück, obwohl ihr Partner nicht die Wahrheit kennt über ihre Familie. Dann passieren zwei Dinge: Dieser Podcast, der auf einmal in aller Munde ist und der Selbstmord ihrer Mutter, die jeden Kontakt zu ihren Töchtern abgebrochen hatte.
Die beiden Mädchen haben trotz aller Tragik irgendwie ihr Leben gemeistert. Da werfen diese beiden Ereignisse alles über den Haufen. Das liest sich recht flüssig und ist auch durchaus interessant. Für mich war der anstrengende Aspekt beim Lesen die Figur von Josie. Sie ist der Hauptcharakter. Aber sie ist eine Drama-Queen. Ihr Lügen ihrem langjährigen Freund gegenüber, ihre dramatischen Reaktionen sind anstrengend zu lesen. Aber auch ihre Schwester Lanie ist nicht besser. Die beiden sind einfach furchtbar anstrengend als Charaktere und reagieren immer extrem. Da wird sich bei jedem Anlass übergeben, tagelang nicht geschlafen. Die beiden haben extrem schlimme Sachen erlebt, aber als Buchcharaktere fand ich sie sehr schwierig und auch unsympathisch. Für mich als Leser waren sie einfach over-the-top. Weder ihre anderen Verwandten, ihre Tante z.B, die ja auch ihre Schwester verlor, sind so extrem bei allem wie diese beiden Mädchen. Josie stellt sich z.B. einige Fragen tatsächlich erst nach 10 Jahren Abstand und unter den erschwerten Voraussetzungen.



Mir hätte das Buch besser gefallen, wenn die Zwillinge nicht so extreme Charaktere gewesen wären. Ihren Befindlichkeiten wird für meinen Geschmack viel zu viel Raum gewährt. Sie reagieren sehr extrem (ich überstrapaziere dieses Wort aber es passte einfach zu gut) und das steht dauernd im Vordergrund und drückt die eigentliche Story in den Hintergrund.  Es ist ein relativ vorhersehbarer Psychokrimi mit etwas anstrengenden Hauptfiguren. 
Davon abgesehen ist er aber durchaus unterhaltsam und gut durchdacht.

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